Rechtliche Besonderheiten beim filmen mit Drohnen

Recht am Bild

 

Das sogenannte „Recht am Bild“ (§ 22 KUG) schütz jedermann davor, dass sein Bildnis verbreitet oder öffentlich zugänglich gemacht wird.  Da die meisten Drohnen nur eine relativ geringe Auflösung haben stellt dies in der Regel kein Problem dar.

Entscheiden ist ob die Person identifiziert werden kann, dies ist z. b. aus 50 Metern Höhe mit der DJI Phantom 3 sehr unwahrscheinlich.

 

 

Urheberrecht an Bauwerken

 

Auch Bauwerke können urheberrechtlich geschützt sein. Entscheidend dafür ist „die künstlerische Gestaltung des Bauwerkes“. Die allermeisten Gebäude, z. b. normale Einfamilienhäuser sind hiervon sicherlich nicht betroffen .

Ist das Gebäude Urheberrechtlich geschützt darf es zwar fotografiert werden, allerdings nur für private Zwecke. Vor der Weitergabe oder Veröffentlichung des Fotos benötigt man die Erlaubnis des Urhebers.

 

 

Eigentums- und Hausrecht

 

Beim starten und landen auf privaten Grundstücken ist eine Genehmigung des Grundstückseigentümers notwendig. Solange gegen keine anderen Gesetzte verstossen wird ist ein Überflug auch ohne Genehmigung zulässig.

 

 

Verletzung der Privatsphäre

 

Die Privatssphäre ist nach Art. 1 Abs. 1 Satz 1, Art. 2 Abs. 1 Grundgesetz geschützt.

Mit einer Drohne kann in Bereiche vorgedrungen werden, die von der Strasse aus nicht einsehbar sind. Dabei besteht die Gefahr dass die Privatsphäre beeinträchtigt wird. Die Verletzung der Privatsphäre ist nicht pauschal gegeben, zu beachten sind folgende Punkte:

 

-wird der Kernbereich der Privatssphäre berührt?

-wird der räumlich gegenständliche Schutzbereich nachhaltig beeinträchtigt?

-wird das Bild zusammen mit einem Namen oder einer Adresse veröffentlicht?

-sind persönliche Gegenstände auf dem Bild zu erkennen?

 

Ob die Voraussetzungen einer Verletzung der Privatsphäre gegeben ist, wird in der Praxis schwer zu ermitteln sein. Sind die Nachbarn nicht im Garten, und findet ein kurzer Überflug in grosser Höhe statt sollte dies kein Problem darstelle.

Sehr interessant zu diesem Thema ist das Urteil vom 16. April 2015 des Amtsgerichts Potsdam (Az. 37 C 454 / 13). Dort hatte sich die Klägerin in Ihrem Garten von einem nach ihrer Aussage tief fliegenden Flugobjekt gestört gefühlt. Die Klägerin bekam recht und der beklagte wurde zu Unterlassung und Zahlung der Anwalts und -Gerichtskosten verurteilt.